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Krankheitsdruck im Getreide sehr hoch

Datum: 27.06.2019

Ein Hauptthema bei den diesjährigen Felderbegehungen, die der Fachbereich Landwirtschaft am 17. Mai in Adelhausen und Wintersweiler organisierte, war der Pflanzenschutz im Getreide. Durch die feuchte Witterung haben die Krankheitspilze, vor allem Septoria Tritici im Weizen und Blatt- und Netzflecken in der Geste, gute Bedingungen für die Entwicklung. Auch der Gelbrost, der zuletzt 2016 stark aufgetreten war, ist in diesem Jahr in den Weizenbeständen wieder zu finden. Außerdem ist auch die Gefahr von Fusariuminfektionen, die zur Toxinbildung im Weizen führen, bei weiteren Niederschlägen während der bevorstehenden Blüte des Weizens sehr hoch.


Felderbegehung Wintersweiler 27.06.2019
 
 Bei der gut besuchten Felderbegehung in Wintersweiler ging es vor allem um den gezielten

 Einsatz von Fungiziden im Getreide                                                             Bild: Winkler



Wenn der Krankheitsdruck wie in diesem Jahr so stark ist, dann ist eine chemische Behandlung der Getreidebestände in der Regel unumgänglich, um den Ertrag und die Qualität der Getreideernte zu sichern. Dies zeigen auch langjährige Feldversuche vom Fachbereich Landwirtschaft. Vor allem beim Auftreten von Gelbrost ist eine schnelle Behandlung erforderlich, da sonst ein kompletter Ertragsausfall droht.

Typische Gelbrostnester in einem Weizenbestand bei Efringen-Kirchen               Bild: Winkler



Voraussetzung für eine gezielte und effektive Bekämpfung ist das regelmäßige Kontrollieren der Bestände, um einen Krankheitsbefall rechtzeitig zu erkennen.

Bei Regen während der Weizenblüte sollte, falls vorher noch kein Fungizid eingesetzt wurde, auf jeden Fall noch ein fusariumwirksames Mittel ausgebracht werden.

Winkler, Fachbereich Landwirtschaft & Naturschutz

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