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Information Nr. 02/2019

Datum: 27.06.2019

Krankheitsdruck im Getreide in diesem Jahr sehr hoch

Durch die feuchte Witterung im April und Mai hatten die Krankheitspilze, vor allem Septoria Tritici im Weizen und Blatt- und Netzflecken in der Geste, gute Bedingungen für die Entwicklung. Auch der Gelbrost, der zuletzt 2016 stark aufgetreten war, ist in diesem Jahr in den Weizenbeständen wieder zu finden. Außerdem ist auch die Gefahr von Fusariuminfektionen, die zur Toxinbildung im Weizen führen, bei weiteren Niederschlägen während der bevorstehenden Blüte des Weizens sehr hoch.

Wenn der Krankheitsdruck wie in diesem Jahr so stark ist, dann ist eine chemische Behandlung der Getreidebestände in der Regel unumgänglich, um den Ertrag und die Qualität der Getreideernte zu sichern. Dies zeigen auch langjährige Feldversuche vom Fachbereich Landwirtschaft. Vor allem beim Auftreten von Gelbrost ist eine schnelle Behandlung erforderlich, da sonst ein kompletter Ertragsausfall droht.

 

      Typische Gelbrostnester in einem Weizenbestand bei Efringen-Kirchen                     Bild: Winkler

Voraussetzung für eine gezielte und effektive Bekämpfung ist das regelmäßige Kontrollieren der Bestände, um einen Krankheitsbefall rechtzeitig zu erkennen.

Bei Regen während der Weizenblüte sollte, falls vorher noch kein Fungizid eingesetzt wurde, auf jeden Fall noch ein fusariumwirksames Mittel ausgebracht werden.


Winkler, Fachbereich Landwirtschaft & Naturschutz

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